Ich wollte bloss eine schöne Frisur – mehr nicht!

Oktober 22, 2008

Ich war vor einiger Zeit beim Friseur. Da ich immer zu einem anderen Friseur gehe und keinen Stammfriseur habe, sehe ich danach immer ganz anders aus. Meistens freue ich mich über das Ergebnis und fühle mich wohl. Bis jetzt hatte ich nur ein Mal ein sehr sehr schlechtes Ergebnis. Die Erinnerung daran ist echt der Horror.

Es war ein Friseuraufenthalt von ca. 6 Stunden. Ich war nach einer Zeit echt so genervt. Am besten fange ich mal von vorne an zu erzählen:

Es war mal wieder an der Zeit das ich zum Friseur gehen musste. Ich brauchte Abwechslung, immer das gleiche auf dem Kopf ist auf die Dauer ja echt langweilig.

Ich bin zum Friseur gegangen und wollte mir die Haare schneiden lassen, ein bisschen nachfärben lassen und ein paar helle Effekte rein machen lassen. So weit so gut. Die Friseurin fing an meinen Haaren herum zu schnippeln. Ich war sehr skeptisch, weil ich meine Haare doch sehr liebe und sie schnitt immer mehr ab. Sie meinte es wird ein toller Stufenschnitt, der trotzdem an der längsten Stelle noch bis zu den Schultern gehen würde.

Als sie dann endlich fertig war mit schneiden, fing sie an die angeblich schwarze Farbe auf meine dunkelbraunen Haare aufzutragen. Sie machte noch ein paar Folien für die Strähnchen auf meinen Kopf und dann musste ich erstmal eine Stunde warten. Sie meinte es müsste wegen der Intensivität so lange einziehen. Die Stunde verging gar nicht. Irgendwann hatte ich alle Zeitschriften die der Friseur hatte durch gelesen und mir war sehr langweilig. Ich beobachtete die anderen Kunden des Friseursalons und dachte mir dass die ja auch ganz schicke aktuelle Frisuren für 2009 beim Verlassen des Salons haben und ich Hoffnung haben kann, dass es bei mir auch so wird.

Irgendwann nach einer Ewigkeit meiner Meinung nach, kam die Friseurin zu mir und meinte sie würde jetzt gerne die Farbe auswaschen. Überglücklich weil ein baldiges Ende sichtbar war ging ich lächelnd zum Haarwaschbecken. Sie fing an und ich genoss die tolle Massage die ein Friseur meistens macht. Kurze zeit später hörte ich wie immer mehr Friseure aus dem Salon zu mir kamen und auf meiner Haare starrten. Kein gutes Zeichen, dachte ich mir!

Als ich in den Spiegel sah und mir die Haare mit einer Profi-Haarbürste aus dem Friseurbedarf föhnen wollte, sah ich warum das ganze Geschäft zusammen lief. Ich hatte keine schwarzen Haare, sondern die Friseurin hatte Schwarz und Blond verwechselt, sodass meine Haare durchweg grau waren mit einzelnen Aufhellungen, die die Strähnen mal werden hätten sollen. Ich war so geschockt und habe kein Wort heraus bekommen. Ich wusste nicht ob ich weinen sollte oder eher vor Panik lachen. Die Chefin der Salons kam zu mir und meinte, dass ihr das aufrichtlich leid tut und dass sie den Fehler natürlich kostenlos sofort bearbeiten werden.

Nach weiteren zwei Stunden sah ich dann wieder halbwegs akzeptabel aus, sodass ich unter Menschen gehen konnte. Das war echt ein Friseurbesuch der Extraklasse. Mittlerweile habe ich meinen Friseur dem ich vertrauen kann und gehe regelmäßig hin. Das passiert mir hoffentlich kein zweites Mal, obwohl man schlussendlich sagen muss: „Wo Menschen arbeiten, können natürlich auch Fehler passieren!“


Rückwärts Waschbecken für zu Hause

Oktober 7, 2008

Seit vier Wochen wohnte meine bettlägrige Großmutter wieder bei uns im Gästezimmer. Es war sehr erschwerlich alles am Bett zu machen – für sie und für uns Angehörige.

Mit einer großen Schüssel mussten wir sie direkt im Bett waschen. Das waschen der Haare war immer sehr umständlich und das Bett war danach immer ganz nass, da sie sich nicht nach vor beugen durfte. Eine bekannte Frisörin erzählte uns, dass es auch ein mobiles Waschbecken gab. Wir konnten uns jedoch nicht vorstellen, dass man das auch für den Privatgebrauch kaufen konnte. Sie brachte uns einen Katalog für Friseurbedarf und Personalhygiene.

In diesem gab es viele verschiedene mobile Waschbecken zu sehen. Es gab sie in den Materialien Keramik, Marmor und Plastik, letztere in vielen verschiedenen Farben. Uns war es sehr wichtig, das das mobile Waschbecken auch zum kippen und Höhenverstellbar ist. Wir fanden recht schnell eines, das genau unseren Bedürfnissen entsprach. Zusätzlich war noch ein Schlauch mit einer Länge von zwei Meter im Lieferumfang inbegriffen. Das passte auch perfekt, da es genau zum nächstgelegenen Wasseranschluss langte.

Es war auch nicht sehr groß, sodass es einen geringen Platzbedarf hatte. Wir bestellten es sofort per Bestellschein. Die Lieferung dauerte sieben Tage. Ganz gespannt begannen wir sofort das mobile Rückwärts Waschbecken aus dem Karton zu nehmen und waren ganz überrascht wie wenig Platz dieses neue Inventar benötige und zusätzlich war es auch sehr leicht.

Als wir es nun fertig zusammengebaut hatten, wollten wir am liebsten meine Großmutter aufwecken, damit wir sie einmal Probe waschen mit dem neuen Becken. Also musste zuerst Mal meine Mutter herhalten. Wir hatten sowieso noch so einige Differenzen der letzten Woche zu klären, der ideale Zeitpunkt um der lieben Mutter mal so richtig den Kopf zu waschen.

Das mobile Waschbecken – ein Luxus für die ganze Familie

Meine inzwischen wachgewordene Großmutter staunte nicht schlecht! Sie wollte es natürlich auch gleich ausprobieren und bat uns, das mobile rückwärts Waschbecken an ihr Bett zu schieben. Der Witz war gut, immerhin gibt es bei Ihrem Bett keine Brause um Warmwasser zu bekommen. Also baten wir sie zu uns ins Badezimmer zu kommen, wo wir das mobile Waschbecken aufgestellt hatten.

Ich kippte das Becken ein wenig nach unten und stellte es nochmal um fünf Zentimeter nach unten. Der Neigung und die Höhe passt nun ideal. Es war wunderbar zu sehen, wie sich meine Großmutter begann nach hinten zu lehnen und den Waschvorgang genoss. Endlich musste Sie nicht mehr Kopfüber vor dem Waschbecken im Badezimmer mühsam die Haare waschen.